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Spielfilme, als realitätsnahe Fiktion, können besonders gut eine Verbindung zwischen Gesundheitsthemen und dem (Er-)Leben der Menschen schaffen. Gesundheit und Gesundheitsrisiken werden als Zusammenspiel von medizinischen, sozialen und psychologischen Faktoren sichtbar und - zumindest indirekt - erfahrbar. Die Protagonisten agieren gewissermaßen als Stellvertreter der Zuschauer. Diese können nacheinander in mehrere Figuren-Perspektiven „schlüpfen“ und werden durch die Zusammenschau zu eigener Stellungnahme herausgefordert.
Dieses imaginäre Durchspielen von gesundheitsbezogenen Lebenssituationen kann innere Widerstände gegen ein gesundheitsförderliches Verhalten abbauen und gesunde Lebensweisen fördern. Damit diese Aneignung gelingt, müssen Dramaturgie und Figurenzeichnung den Sehgewohnheiten und Identifikationswünschen der Zuschauer entsprechen.
Die meisten TV- und Kinospots der BZgA sind fiktional angelegt. Durch dramaturgische Verdichtung wird ein Aufmerksamkeits- und Handlungsimpuls mit einer klaren Botschaft gegeben.
Beispiele für lange TV-Spielfilme sind „Unsichtbare Mauern“ (1989), ein Film über einen HIV-infizierten Familienvater, oder „Die Hollies“ (2003), ein Alltagsmärchen um Ernährung und Umwelt mit Science-Fiction-Anklang für 8- bis 12-Jährige.
Fernseh-Soaps bieten die Gelegenheit, ein Thema als dramaturgischen Strang über mehrere Folgen hinweg zu gestalten. Die auf der Video-Kassette „Patrick ist HIV-infiziert“ zusammengefassten Szenen aus der ZDF-Soap „Jede Menge Leben“ beziehen sich auf Schutzbotschaft, Solidarität und Umgang mit der Krankheit Aids.
Bei Fernseh-Serien wurde die Möglichkeit erprobt, einzelne Folgen auf ein Gesundheitsthema wie AIDS oder Drogen zu fokussieren. Beispielsweise geht es in der Folge „Türkischer Honig“ aus der Serie „Sterne des Südens“ um Ursachen und Hintergründe einer möglichen Suchtgefährdung der 14-jährigen Rebecca.
Eine vierteilige spezielle TV-Spielfilm-Serie zur Suchtvorbeugung produzierte die BZgA in Kooperation mit dem NDR. „Gefährliche Sehnsucht“ macht eindringlich die persönlichen und familiären Ursachen für die Entstehung von Suchtmittelabhängigkeit (Alkohol) deutlich.
Die TV-Kurzfilmreihe zur Gesundheit enthält elf Kurzspielfilme à 3 Minuten zu verschiedenen Themen, u.a. Gesundes Frühstück, Krebsvorsorgeuntersuchung, Jodmangel oder Erste Hilfe. Ein zehnjähriger Junge und seine vitale Großmutter stehen ihren Mitmenschen mit Rat und Tat zur Seite.
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